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Bekenntnisse
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A. Augustinus Bekenntnisse.

nes Herzens zu dir, und die Ströme meiner Augen.Denn nicht leicht erkenn' ichs, ob ich reiner werde vondieser Pest, und sehr fürcht' ich meine verborgenenFehler, die deine Augen kennen, die mcinigen abernicht. Denn in allen andern Arten von Versuchun-gen find' ich irgend einen Weg, mich. selbst zu erfor-schen: aber hier fast gar keinen. Denn wie weit iches bracht' in der Zügelung meines Geistes bei denLüsten des Fleisches und bei der leeren Neugier, er-kenn' ich, wann ich der entsprechenden Gegenstand'entbehr', entweder vorsatzlich, oder indem sie nicht dasind. Denn dann frag' ich mich, wie viel mehr oderweniger beschwerlich es mir sei, sie nicht zu haben.Ob man die Reichthümcr, die man dcßhalb begehrt,auf daß sie Einer jener dreien Begierlichkeitcn, oderderen zweien, oder allen dreien zugleich dienen, ver-achte, während man sie besitzt; vermag dies der Geistnicht zu durchdringen, so kann man sich davon tren-nen, um sich zu prüfen. Müßte man aber nicht, umdes Lobes zu entbehren, und zu versuchen, wieviel wirhier vermögen, böse leben, und so schleckt und ver-worfen, daß Jeder, der uns kennt, uns verabscheue?Welchen größcrn Unsinn könnte man sagen oder den-ken? Aber wenn das Lob des guten Lebenswandelsund der guten Handlungen Begleiter zu sein pflegtund sein muß; so darf man so wenig dieser Beglei-tung ausweichen, als den guten Lebenswandel verlas-sen. Dennoch kann ichs nicht bestimmen, ob ich gernoder ungern ohn' etwas sein kann, es sei denn ab-wesend.