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Bekenntnisse
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297
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Zehntes Buch.

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an deiner Wahrheit haben, sondern an dem Tauschen-den der Menschen; auf daß es uns gefalle, geliebtund gefürchtet zu werden, nicht dcinethalb, sondernstatt deiner, und wir ihm gleich werden, und er unsbei sich habe, nicht in der Einigkeit der Liebe, sondernals Mitgenossen der Strafe, Er, der seinen Sitz er-hob gegen Mitternacht; und auf daß wir dem, der aufverkehrtem und abgewandtem Wege dich nachahmt inFinstcrniß und Erstarrung, dienen.

Wir aber, Herr, siehe! sind deine kleine Heerde:du besitz' uns! Breite deine Flügel aus, und fliehenwir unter sie! Sei du unser Ruhm; wegen deinerwerden wir geliebt, und dein Wort werde gefürchtetin uns! Wer gelobt sein will von den Menschen, dadu tadelst, wird nicht vertheidigt werden von denMenschen, da du richtest, noch errettet, da du ver-dammst. Da aber kein Sünder gelobt wird in denLüsten seiner Seele, noch der Bösesthuende gesegnet;sondern der Mensch gelobt wird wegen eines Guten,das du ihm gabst, hingegen er sich mehr erfreut, fürsich selbst gelobt zu werden, als wegen der Gabe selbst:so wird er gelobt, wahrend du tadelst, und besser istnun der Lobende, als der Gelobte: denn Jenem gefielim Menschen die Gabe Gottes, diesem gefiel mehrdes Menschen Gabe^ denn Gottes.

Taglich werden wir versucht von diesen Versu-chungen, Herr, ohn' Unterlaß versucht. Unsre taglicheFeuerest' ist des Menschen Zunge. Auch hier heischestdu Enthaltsamkeit. Gib was du befiehlst, und befiehl,was du willst! du kennst hierüber das Seufzen mei-

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