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Bekenntnisse
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A. Augustinus Bekenntnisse.

chen, und heiltest alle meine Schwachheiten, und meinLeben rettetest aus dem Vcrderbniß, und mich kröntestmit Erbarmung und Barmherzigkeit, und sattigtest meinVerlangen nach dem Guten, du, der du mit deinerFurcht meinen Stolz unterdrücktest, und meinen Nackenzähmtest deinem Joche! Und nun trag' ich es, undsanft ist es mir; denn so versprachst du es, und somachtest du es: und wirklich fand ich es so, und wußtedas nicht, als ich mich noch fürchtete, es auf mich zunehmen.

Aber ist auch, o Herr, der du allein ohne Stolzherrschest, weil du allein der wahre Herr bist, der kei-nen Herrn hat, ist auch diese dritte Art von Ver-suchung von mir gewichen, oder kann sie von mirweichen in diesem meinem ganzen Leben, der Wunschnemlich, gefürchtet zu sein und geliebt von den Men-schen, nur deßhalb, um daraus eine Freude zu schö-pfen, die doch keine Freud' ist? Ein elendes Lebenist es, und widerliche Nichtigkeit! Daher vorzüglichentsteht es, daß man dich nicht liebe, noch mit Zuchtfürchte, Deßhalb widerstehst du den Hoffartigcn, denDemüthigen aber verleihest du Gnade. Und du don-nerst über den Ehrgeiz der Welt, und es erbeben derBerge Gründungen. Da es nun verschiedener Lagenhalber in der menschlichen Gesellschaft nothwcndig ist,von Menschen geliebt und gefürchtet zu werden; sobenutzt dies der Widersacher unsrcr wahren Glückselig-keit, und stellt bcifallgebend Schlingen ringsumher,auf daß wir begierig den Beifall annehmend unver-sehens verstrickt werden, und unsre Freude nicht mehr