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Bekenntnisse
Entstehung
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290
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WO A, Augustinus Bekenntnisse.

den ganzen Tag, und keine Ruhe Hab' ich vor ihnen,wie ich sie oft habe vor den tönenden Stimmen, wanndiese sämmtlich schweigen. Denn das Licht, dieKönigin der Himmel, Alles überströmend, was wirsehen, schmeichelt, wo ich immer des Tages hindurchbin, mit vielfachen Reizen, wenn ich auch andre Ge-schäfte Hab', und nicht darauf achten will. So liebist es uns geworden, daß wirs, wenn es sich plötzlichentfernt, mit Sehnsucht wiedersuchen, und entbehrenwir es lange, so trauert der Geist.

O Licht, das Tobias sah, als er mit geschloßncnAugen seinen Sohn den Weg des Lebens lehrt', undihm vorging mit dem Schritte der Liebe, nirgendirrend; und das Isaak sah, dessen Augen schon vorAlter trüb' und finster waren, als er die Söhn', ohnesie zu erkennen, segnete, aber im Segen sie zu erken-nen verdiente; und das Jakob sah, als er, der, vielerJahre halben der Augen beraubt, der Söhne künftigeBölkerstamme aus leuchtendem Herzen weissagte, undüber seine Enkel aus Joseph, nicht wie der Bater sieihm anwies, sondern wie er es selbst innerlich unter-schied, die gchcimnißvollgekrcuzten Hände legte! Diesist das Licht, dies einzige und kein anderes, und Allesind Eins, die dies sehen und es lieben. Doch jeneskörperliche Licht, wovon ich redete, verbreitet über dasWcltleben seiner blinden Verehrer verführende undgefährliche Süße. Die aber selbst ob diesem Dich zuloben wissen, Gott, Schöpfer Aller, besingen es indeinen Hymnen, ohne daß es sie verschling' in ihremTraume. Also wünsch' Ich zu sein.