Zehntes Buch.
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meine Sünden Jener, der die Welt überwand, michzählend unter die schwachen Glieder seines Körpers:denn auch dessen Unvollkommncs sehen deine Augen,und in deinem Buche werden Alle aufgeschrieben l
Die Reize des Wohlgerucks kümmern mich we-nig, Ist er nicht da, such' ich ihn nicht; ist er da,verschmäh' ich ihn nicht, bin auch bereit, immer seinerzu entbehren. So scheine ich mir: vielleicht irr' ich.Denn bewcinenswürdig ist auch jene Finsterniß, diedas Vermögen, das in mir ist, mir verbirgt, sodaß mein 'Geist, wann er seine eignen Kraft' erforscht,sich nicht leicht Glauben beimißt, weil auch das, waswirklich in ihm ist, ihm so oft verborgen ist, wenn esihn Erfahrung nickt lehrt. Und keiner darf sicher seinin diesem Leben, welches ich ganz Versuchung nannte,daß er, welcher aus einem Schleckten ein Bessererward, nicht aus dem Besseren ein Schlechterer werde.Eine Hoffnung ist, Eine Zuversicht, Eine feste Ver-heißung: deine Barmherzigkeit.
Die Wollust der Ohren hatte mich starker um-schlungen und unterjocht, du aber lösetest und befrei-test mich. Jetzt thun mir die Töne wohl, die deineWorte beleben, wann sie mit süßer gebildeter Stimmegesungen werden, das gesteh' ich, aber nicht so, daß^ sie mich fesseln, sondern ich kann mich losreißen wannich will. Dennoch verlangen sie zugleich mit den Ge-danken, wodurch sie leben, Eingang bei mir, und einegewisse Stelle der Würd' in meinem Herzen: und ich. weiß nicht, ob ich ihnen die schickliche anweise. Dennzuweilen scheints mir, ich geb' ihnen mehr Ehr', als