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Bekenntnisse
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280
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280 A. Augustinus Bekenntnisse.

gens, so wünscht er doch, daß das nicht wäre, was erertragt. Nach glücklichem Leben sehn' ich mich inWiderwärtigkeit; Widerwärtiges furcht' ich im Glücke.Wo ist hier eine Mittclstelle, wo des Menschen Leben jnicht Versuchung ist? Wehe dem Glücke der Welt,und abermal wehe, der Furcht halben vor Widerwär-tigkeit, und des Verderbens halben der Freude! Weheden Widerwärtigkeiten der Welt, und abermal weh', jund dreimal wehe, der Sehnsucht halben nach demGlück', und deßhalb, weil Widerwärtigkeit selbst IMist, und das Ertragen schiffbrüchig wird! Ist es nichteine Versuchung, des Menschen Leben auf der Erd',ohn' Unterlaß?

Und meine ganze Hoffnung beruht auf nichts, alsauf deiner übergroßen Barmherzigkeit, Herr und Gott!Gib mir, was du befiehlst, und befiehl, was du willst!Du heischest Enthaltsamkeit von uns. Und da ich er-kannte, sagt Jemand, daß keiner enthaltsam sein könne,denn Gott geb' es; so war dies schon Weisheit, zuerkennen, wessen Gab' es sei. Denn die Enthaltsam-keit ist es, die uns sammelt und zurückführt zu jenerEinheit, wovon wir uns in mancherlei zerstreuten.Denn weniger liebt dich der, der neben dir etwas liebt,was er nicht deinethalben liebt. O immerbrenncndeuieerlöschende Liebe! entzünde mich, Gott, meine Liebe!Enthaltsamkeit heischest du? Gib, was du befiehlst,und befiehl, was du willst!

Sicher befiehlst du, daß ich mich enthalte von derWegierlichkeit des Fleisches und der Begierlichkeit derAugen, und von der Ehrsucht der Welt. Du befahlst,