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Bekenntnisse
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276
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276 A. Augustinus Bekenntnisse.

Kenntniß derselben in ihrem Gedächtnisse wäre. War-um erfreuen sie sich also nicht an derselben? Warumsind sie nicht glückselig? Weil zu sehr andre Dingesie beschäftigen, die sie vielmehr unglückselig machen,als Jenes glückselig, dessen sie nur obenhin bedenken.Denn nur noch ein geringes Licht ist unter den Men-schen : wandeln sie vorwärts, wandeln sie, daß Finster-uiß sie nicht ergreife!

Warum aber gebährt Wahrheit Haß, und warumist Jenen ein Feind dein Mann geworden, der dieWahrheit preiset, da man doch glückseliges Leben liebt,das nichts Anderes ist als Freud' an der Wahrheit;als nur weil man so die Wahrheit liebt, daß Alle,die etwas Anderes lieben, dies die Wahrheit zu seinbehaupten, und, da sie nicht getäuscht sein wollen,nicht wollen überzeugt werden, getauscht zu sein? DieWahrheic also hassen sie, um dessenthalben, was siestatt der Wahrheit lieben. Sie lieben sie, wo sie ihnenleuchtet, und hassen sie, wo sie tadelt. Denn weil sienicht getauscht sein, sondern tauschen wollen;-so liebensie sie, wo sie sich selbst darstellt, und hassen sie, wosie sie darstellt. Drum vergilt si'es ihnen, so daß sieJene, die von ihr nicht enthüllt sein wollen, auch wi-der ihren Willen enthüllt, sich selbst aber ihnen nichtenthüllt. So auch, eben so auch wünscht der mensch-liche Geist, der blinde und schwache, der schändlicheund verderbte, eben so wünscht er verborgen zu sein;aber daß ihm etwas verborgen sei, wünscht er nicht.Doch das Gegentheil geschieht, und Er ist nicht derWahrheit, sondern die Wahrheit Ihm verborgen