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Bekenntnisse
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275
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Zehntes Buch.

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Die es aber ein anderes glauben, streben nach ande-rer Freud' und nicht nach der wahren. Ader auf eingewisses Bild von Freude bleibt ihr Wünschen immergerichtet.

Es ist also nicht gewiß, daß. Alle glückselig zusein wünschen, weil Jene, die sich nicht in Dir zu er-freuen wünschen, das einzig glückseliges Leben ist, ei-gentlich nicht glückseliges Leben wünschen. Wünschenwohl Alle Jenes? Aber weil das Fleisch gelüstet wi-der den Geist, und den Geist wider das Fleisch, daßsie nicht thun, was sie wollen; so fallen sie auf das,was sie vermögen, und sind damit zufrieden, indemfür das, was sie nicht vermögen, ihr Wille nicht starkgenug ist, um es zu vermögen. Denn Alle frag' ich,ob sie lieber an der Wahrheit als an der Falschheitsich erfreuen mögen? Eben so wenig zweifeln sie, esan der Wahrheit lieber zu wollen. Denn glückseligesLeben ist Freud' an der Wahrheit. Denn das istFreud' an dir, der du die Wahrheit bist, Gott, meineErleuchtung, Heil meines Angesichts, mein Gott!Dies glückselige Leben wünschen Alle; dies Leben, daseinzig glückselig ist, wünschen Alle; Freud' an derWahrkeit wünschen Alle. Biele kannt' ich, die zutauschen, keinen, der getauscht zu werden wünschte.Wo also erkannten sie das glückselige Leben, als wosie die Wahrheit erkannten? Denn sie lieben auchdiese, weil sie nicht getauscht sein wollen. Und da sieglückseliges Leben lieben, das nichts Anderes ist, alsFreud' an der Wahrheit; so lieben sie sicher auch dieWahrheit, und sie liebten sie nicht, wenn nicht einige