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Bekenntnisse
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274
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274 A. Augustinus Bekenntnisse.

Wenige mit mir, sondern glückselig wünschen durchausAlle zu sein. Erkannten wirs nicht in sichrer Erkennt-nis so wünschten wir es nicht mit sichcrm Wunsche.Doch wie kanns geschehn, daß, wenn zwei gefragtwerden, ob sie im Kriege dienen wollen, der Eineantwort', er wolle, der Andre, er wolle nicht; unddaß, werden sie gefragt, ob sie glückselig sein wollen,beide sogleich ohne das geringste Zögern sprechen, siewünschen es, da doch der Eine im Kriege dienen will,und der Andre es nicht will, beides nur um glückseligzu sein? Vielleicht, weil der Eine über dies, derAndre über jenes sich freut, und Alle in dem Wun-sche, glückselig zu sein, so einstimmig sind, wie sie ein-stimmig sein würden, wenn sie darüber gefragt wür-den, daß sie sich zu erfreuen wünschten, diese Freudeselbst glückseliges Leben nennend? Obschon es Einerhier, ein Andrer dort zu finden sucht, so ist doch Eins,wohin Alle streben: sich zu erfreuen. Und weil diesetwas ist, was nicht erfahren zu haben keiner sagenkann; so wird es deßhalb im Gedachtnisse vorgefun-den, wann man die Benennung des glückseligen Le-bens Hort.

Fern seis, Herr, fern seis von dem Herzen dei-nes Dieners, der dir bekennt, fern seis, daß ich mich,mit welcher Freud' ich mich auch erfreue, ^glückseligachte. Denn eine Freud' ist es, die nicht Gottlosengegeben wird, sondern denen, die dich ohne Lohnab-sicht ehren, und deren Freude Du selbst bist. Unddas ist glückseliges Leben, sich erfreuen in Dir, durchdich, wegen deiner: das ist es, und kein anderes ist es.