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Bekenntnisse
Entstehung
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269
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Zehntes Buch. Zsiö

von den vierfüßigen Thieren, und mich verständigerschuf, als die Vögel des Himmels, Das Gedachtnißwill ich übergehen. Und wo sind' ich dich, wahrhaftgute und sichre Süßigkeit? Und wo sind' ich dich?

Wenn ich dich außerhalb des Gedächtnisses finde,gedenk' ich deiner nicht; und wie sind' ich dich nun,wenn ich deiner nicht gedenke? Denn das Weib halteine Drachme verloren, und suchte sie'bei der Leuchte;und gedachte sie ihrer nicht, so fand sie sie nicht.Denn als sie gefunden war, woher erkannte sie sie fürdieselbe, wenn sie ihrer nicht gedachte? Ich erinneremich manches Verlorne gesucht und gefunden zu ha-ben. Woher weiß ich dies? Daher: Fragte man michwahrend dem Suchen: ist es etwa dies? etwa jenes?so verneint' ichs so lange, bis das dargeboten ward,was ich suchte. Gedacht' ich nicht, was das Gesuchtewäre, so fand' ichs nicht, würd' es mir auch darge-boten, weil ich es nicht erkannte. Und so geschiehtsimmer, wann wir etwas suchen und finden.

Wenn etwas sich von ungefähr aus den Augenverlor, nicht aus dem Gedächtnisse, wie irgend einsichtbarer Körper; so ist innerlich dessen Bild zurück-behalten, und man sucht,- bis es wieder vor den Blickkommt. Findet man es, so erkennt mans durch dasWild, was innerlich ist. Wir sagen auch nicht, wi.rhatten gefunden, was verloren war, bis wirs wieder-erkennen; und erkennen können wirs nicht, bis wiruns dessen erinnern. Den Augen zwar war es ver-loren, doch im Gedachtnisse war es noch. Wennaber das Gedachtniß selbst etwas verliert, wie's beim