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Bekenntnisse
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265
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Zehntes Buch.

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ich darüber redete, unterschied' ich ihn nicht von LustIch nenne Gesundheit des Körpers, wahrend meinKörper gesund ist: die Sache selbst ist zwar wirklichda, doch wäre nicht auch ihr Bild in meinem Gedacht-nisse, so erinnerte ich mich auf keine Weise, was derLaut dieser Benennung bezeichnete; und eben so we-nig erkannten Kranke, was unter Gesundheit verstan-den würde, wenn nicht deren Bild ihr Gedächtniß er-hielt', obwohl die Sache selbst ihrem Körper man-gelt, Ich nenne Zahlen, womit wir zahlen; undnicht ihre Bilder sind meinem Gedachtnisse gegenwär-tig, ssndern sie selbst, Ich nenne der Sonne Bild;und dies ist meinem Gedächtnisse gegenwärtig. Dennnicht das Bild des Bildes, sondern dies Selbst gehthervor, und ist meiner Erinnerung gegenwärtig. Ichnenne das Gedächtniß; und ich erkenne, was ich nenne:und wo erkenn' ichs, außer im Gedächtnisse selbst?Ist auch dies sich nur durch sein Bild gegenwärtig,und nicht durch sich selbst?

Und wenn ich das Vergessen nenn', und gleich-falls erkenne, was ich nenne; wie würd' ichs erkennen,wenn ich mich dessen nicht erinnerte? Ich nenne nichtden Laut der Benennung, sondern die Sache, die da-durch benannt wird; und hätt' ich ihrer vergessen, sovermocht' ich offenbar nicht, zu erkennen, was jenerLaut bezeichnete. Wenn ich mich also des Gedächt-,nisscs erinnere, so ist das Gedächtniß in sich selbst ge-genwärtig: erinner' ich mich aber des Vergessens, soist Gedächtniß zugleich mir gegenwärtig und Vergessen:Gedächtniß, durch das ich mich erinnere, Vergessen,

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