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Bekenntnisse
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260
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260 A. Augustinus Bekenntnisse.

nur im Geist; und niedergelegt Hab' ich sie in meinemGedachtnisse, nicht ihre Bilder, sondern sie selbst. Wiesie zu mir hineinkamen, mögen sie sagen, wenn siekönnen. Denn ich überseh' alle die Thurm meinesFleisches, und finde die nicht, durch welche sie hinein-gingen. Denn die Augen sprechen: haben sie Farbe,so zeigten Wir sie an. Die Ohren sprechen: erklangensie, so verkündeten Wir sie. Die Nase spricht: rochensie, so kamen sie durch Mich hinein. Auch der Ge-schmack spricht: schmeckten sie nicht, so frage mich nicht.Das Gefühl spricht: was nicht körperlich ist, berührt'ich nicht und berührt' ichs nicht, so verkündet' ichsnicht. Woher und wie kamen sie in mein Gedacht-niß? Ich weiß es nicht; denn als ich sie kennenlernte, glaubt' ich nicht einem fremden Herzen, sondernin dem meinigen erkannt' ich sie, und war überzeugtvon ihrer Wahrheit; und ich empfahl sie dem Ge-dachtnisse, sie darin hinlegend, um sie wieder hervor-zuholen, wann ich wollt. Dort also waren sie, eh'ich sie kennen lernte, aber in meinem Gedachtnisse wa-ren sie nicht. Wo denn und warum erkannt' ich sie,als ich sie nennen hört', und sprach: so ist es! und,Wahr ist es! als nur weil sie bereits in meinem Ge-dachtnisse waren, aber so entfernt und zurückgedrängt,wie in verborgenen Höhlen, daß ich sie, wenn sie nichtdurch Jcmands Erinnerung hervorgerissen wurden,wohl nicht hatte denken können.

So also finden wir, daß Jenes kennen lernen,dessen Bilder wir nicht durch die Sinn' auffassen, son-dern die wir ohne Bilder, sie selbst so wie sie sind, im