Zehntes Buch.
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auch dessen Empfindung ordne, meinem Auge heißend,daß es nicht hör' und meinem Ohre, daß es nicht sehe,sondern jenem, daß es seh', und diesem, daß es höre,und allen Sinnen das ihrer Lag' und ihren Verrich-tungen Angemessne, wie Ich Eine Seele durch sie dasVerschiedene bewirken will. Übergehen will ich auchdiese meine Kraft, denn auch sie haben Roß und Maul-thier, weil auch diese empfinden durch ihren Körper.
Übergehen also will ich auch diese Kraft meinerNatur, stufenweis aufsteigend zu Ihm, der mich undsie schuf. Und ich komm' in die Felder und das Ober-gezclt des Gedächtnisses, wo ein Schatz liegt von un-zählbaren Bildern jener Dinge, die die Sinne herbei-führten. Dort ist hingelegt, was wir auch immer den-ken, das mehrend oder mindernd oder ändernd, wasder Sinn auffaßte, und Alles was noch sonst dortaufbehalten wird, und noch nicht verschlungen ist, undbegraben von der Vergessenheit. Von dort laß ichherauskommen, was ich will; und Einiges geht sogleichhervor, Anderes erfordert längeres Suchen, und mußwie aus verborgenem Behältern hervorgeholt werden;und wiederum Anderes stürzt in Schaaren heraus,und verlangt und sucht man etwas, springen sie her-vor und schreien: Sind Wirs nicht? Und ich ver-scheuche sie dann mit der Hand des Herzens vom An-gesicht meiner Erinnerung, bis das, was ich verlange,entwölkt wird, und ans Licht hervorgeh' aus demDunkeln. Und Anderes ist leicht und in ungestörterOrdnung bereit, wie es gefordert wird, und Vorher-gehendes entweicht dem Folgenden, und das Entwei-