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Bekenntnisse
Entstehung
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25^ A. Augustinus Bekenntnisse.

sichtbares aus der sichtbaren Schöpfung erkennen. Aberaus Liebe zu dieser unterwerfen sie sich ihr, und dieUnterworfnen können nicht mehr urtheilen. Auch ant-wortet jene nicht den Fragenden, wenn sie nicht zu-gleich urtheilen. Und ihre Stimmen d. i. ihre Gestaltändert sie darum nicht, wenn der Eine nur sieht, derAndre aber sieht und fragt, so daß sie dem Einen so,dem Andern anders erscheine: nein, auf dieselbe Weis'erscheint sie beiden, nur Jenem ist sie stumm, diesemredend. Doch vielmehr zu Allen redet sie, aber nurJene verstehen sie, die ihre von außen vernommeneStimme im Innern mit der Wahrheit zusammenhal-ten. Denn die Wahrheit sagt mir: Dein Gott istnicht Himmel und Erde, nicht irgend ein Körper. Dassagt ihre Natur offenbar; denn die Mass' ist kleiner imTheil als im Ganzen. Nun bist Du das Bessere,zu dir, Seele, sprech' ich weil du die Masse deinesKörpers in Bewegung gesetzt, ihm Leben gebend, waskein Körper dem Körper zu geben vermag: dein Gottaber ist deines Lebens Leben.

Was also lieb' ich wann ich meinen Gott liebe?Wer ist der, der über meine Seel' erhaben ist? Durchmeine Seele selbst will ich hinaufsteigen zu ihm. Über-gehen will ich meine Kraft, wodurch ich am Körperhang', und ihn mit Leben erfülle. Denn mit dieserKraft selbst sind' ich meinen Gott nicht; sonst fandenihn Roß und Maulthier, die keinen Verstand haben,denn es ist die nämliche Kraft, wodurch auch ihreKörper leben. Eine andre Kraft ist, wodurch ich nichtnur mein Fleisch, das der Herr schuf, belebe, sondern