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Bekenntnisse
Entstehung
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247
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Zehntes Buch.

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ich auch sei; und mit welcher Frucht ich dir dennochbekenne, sagt' ich schon. Denn ich thue das nicht mitWorten und Stimmen des Fleisches, sondern mit Wor-ten der Seel' und mit Rufen der Gedanken, das deinOhr erkennt. Denn wenn ich böse bin, so ist dir be-kennen nichts anders, als'mir mißfallen; wenn abergut, so ist dir bekennen nichts anders, als dies nichtmir zueignen: denn du, Herr, segnest den Gerechten,aber zuvor rechtfertigst du ihn, den Gottlosen. MeinBekenntniß also, mein Gott, geschieht dir stillschwei-gend, aber auch nicht stillschweigend: denn es schweigtohne Geräusch, ruft aber aus dem Herzen. Auch sag'ich nichts von Belang, was du nicht zuvor von mirhörtest: aber auch du hörst nichts derlei von mir, wasnicht du zuvor mir sagtest.

Was sind denn die Menschen für mich, daß siemeine Bekenntnisse hören, als wenn sie meine Schwa-chen heilen könnten? Das neugierige Geschlecht! Gerndurchschaut es das Leben Andrer: aber nachlassig istes, das eigne zu bessern. Was wollen sie von mirhören, wer Ich sei, und nicht hören von dir, welchesie selbst sein? Und woher wissen sie, ob ich Wahresrede, wann sie mich selbst über mich selbst hören?Denn kein Mensch weiß ja, was vorgeh' im Men-schen, als der Geist des Menschen, der in ihm ist.Wann sie aber dich über sich selbst hören, so könnensie nicht sagen: es lügt der Herr. Denn was ist esanders, Dich hören über sich, als sich erkennen? Undwer erkennt, und dennoch spricht: es ist falsch! lügter nicht selbst? Da aber die Lieb' alles glaubt, be-

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