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Bekenntnisse
Entstehung
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238
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A. Augustinus Bekenntnisse.

den: Begrabt diesen Leib, wo ihr wollt; nichts küm-mer' euch die Sorg' um ihn: nur um das bitt' icheuch, daß ihr am Altare des Herrn meiner gedenkt,wo ihr immer sein werdet! Als sie dies, so gutfies vermochte, durch Wort' erklart hatte, schwieg sie,und heftiger griff die Krankheit sie an.

Ich aber gedachte deiner Gaben, mein unsicht-barer Gott, die du verleihest den Herzen deiner Glau-bigen: und wunderbare Früchte sprossen hervor! Ichfreute mich, und dankte dir, mich erinnernd, wie angstlieh sie immer für ihr Grab gesorgt, das sie sich ausgewählt und zubereitet hatte, neben ihres Gatten Leichnam. Denn weil sie so friedlich mit einander gelebthatten, so wünschte sie dies Glück, wie dann des Men-schen Geist so schwer Göttliches faßt, noch dadurch zuvermehren, daß es im Andenken der Menschen bliebe,wie auch nach einer Reis' übers Meer ihr verliehenwäre, daß die Erde beider Gatten von Einer Erde ge-deckt würde. Seit wann aber dieser leere Wunschdurch die Fülle deiner Güte aus ihrem Herzen vertrie-ben war, wüßt' ich nicht; und staunend nun freut' ichmich, daß ich es auf diese Art erfuhr, obwohl es ausjenen ihren Worten am Fenster: Was mach' ich hierferner? schon nicht erhellte, daß sie im Vaterland zusterben wünschte. Ich hört' auch hernach, daß sie, alswir schon zu Ostia waren, mit einigen meiner Freund'in meiner Abwesenheit voll mütterlicher Vertraulichkeiteines Tages geredet hätte von Verachtung dieses Le-bens und vom Glücke des Todes. Und sie stauntenüber dieses Weibes muthige Tugend, die du ihm ver-