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Bekenntnisse
Entstehung
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235
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Neuntes Buch.

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und wir diese so große Sache auf irgend eine Art zudenken vermöchten.

Und als dies in der Unterredung sich ergab, daßalle Ergötzung körperlicher Sinne, in welchem sinnli-chen Liebt auch immer betrachtet, gegen die Herrlichkeitjenes Lebens nicht nur keines Vergleichs, sondern auchkeiner Erwähnung würdig waren; erhoben wir unsin glühendcrem Verlangen nach demselben, und durch-wandelten stufenweis' alles Sinnliche, und selbst denHimmel von dem herab Sonn' und Mond und Stern'uns leuchten. Und dann stiegen wir auf im innernDenken, und im Sprechen von dir, und in Bewun-derung deiner Werke; und wir kamen auf unsre See-len, und erhoben uns über sie, auf daß wir die Re-gion erreichten der unversiegbaren Fülle, wo du Israelewig speisest mit der Nahrung der Wahrheit, und wodas Leben die Weisheit ist, durch die Alles das ge-schieht, was war, und ist, und was in Zukunft seinwird; und sie selbst wird nicht, sondern ist, wie siewar, und wird immer so sein, da vielmehr Gewesen-sein und Künftigsein nicht in ihr ist, sondern bloßSein, weil sie ewig ist: denn Gcwesensein und Künf-tigsein ist nicht Ewig. Und da wir redeten, und Va-hnum sehnten, berührten wir sie in völliger Entzückungdes Herzens auf ein Weniges: dann seufzten wirauf, und ließen dort angeheftet zurück die Erstlingedes Geistes, und kehrten wieder zum Laut unsersMundes, wo das Wort beginnt und endet. Undgleicht es deinem Wort, unscrm Herrn, das ungealtertin sich bleibt, und Alles erneut?