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Bekenntnisse
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234 A. Augustinus Bekenntnisse.

ihrem Herzen, wie es die Früchte ihres heiligen Um-gangs bezeugten. Denn sie war Eines Mannes Weib;ihren Eltern war sie dankbar gewesen; treu hatte sieihr Haus besorgt: durch ihre guten Werke Verdiensterworben; ihre Söhne hatte sie erzogen, und Schmer-zen, wie neue Geburtsschmerzen litt sie, so oft sie sievon deinem Weg' abweichen sah. Zuletzt: für unsalle, Herr, der du nach deiner Mild' uns reden lassest,deine Diener, die wir vor ihrem Schlafengehen nachempfangner Gnade der Taufe vereint lebten, sorgte sie,als wenn sie unser Aller Mutter, und dient' uns, alswenn sie unser Aller Kind wäre.

Als aber der Tag sich näherte, an dem sie ausdiesem Leben scheiden sollte, ein Tag dir bekannt, unsunbekannt, begab es sich, wie ich glaube, nach deinerverborgenen Anordnung, daß sie und ich allein gelehntstanden in ein Fenster, woraus man den Garten, deram Hause war, wo wir herbergten, überschaute: dortzu Ostia wars, wo wir uns nun nach der Beschwer-lichkeit einer langen Reise, gesondert von der Menge,zur Schifffahrt rüsteten. Ein liebliches Gespräch ent-stand unter uns beiden, und vergessend des Vergang-nen, und aufmerkend auf das, was vor uns war,fragten wir unter uns in Gegenwart der Wahrheit,die Du bist, wie es wäre, das ewige Leben der Hei-ligen, das kein Auge sah, kein Ohr hört', und in kei-nes Menschen Herz stieg? Aber wir öffneten denMund unsers Herzens den himmlischen Fluthen deinesBrunnens, des Lebensbrunnens, der in Dir ist, daßwir nach unsrer Fassungskraft damit besprengt würden,