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Bekenntnisse
Entstehung
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231
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Neuntes Buch.

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in Verlegenheit käme, daß sie es so spat angezeigthatte. Aber du, Herr, Beherrscher der Himmels - undErdbewohner, der du die Tiefe des Stroms nach dei-nem Willen lenkst, und ordnest der Zeiten wirres Ge-woge, Du heiltest durch die Krankheit der Einen Seeledie andre. Doch eigne darum keiner es seiner Machtzu, wenn durch sein Wort jemand gebessert wird, dener wirklich bessern wollte.

Sittsam also erzogen und maßig, und vielmehrvon dir den Eltern, als von den Eltern Dir unter-worfen, ward sie großjährig und mannbar, und wardeinem Gatten übergeben, dem sie wie einem Herrndiente. Und sie strebt', ihn dir zu gewinnen, redendvon dir zu ihm durch ihre Sitten, womit du sie soschön schmücktest, würdig der hochachtenden Lieb' undBewunderung ihres Mannes. Seine Untreu' ertrugsie so, daß sie nie deßhalb mit ihm in Zwiespalt ge-riet!). Denn sie wartete aus deine Barmherzigkeit sürihn, daß er durch den Glauben an Dich keuscher würde.Gleichwie er aber ein vorzüglich gutherziger Mannwar, so war er auch auffahrend im Zorn. Aber dieseverstand es, einem erzürnten Manne nicht zu wider-sprechen, nicht nur nicht mit Thaten, nicht einmal miteinem Worte. War er dann besänftigt und ruhig,gab sie ihm, sobald sie's schicklich fand, von ihrerHandlung Rechenschaft, wenn er etwa darüber übereiltaufgebracht geworden war. Wann dann andre Wei-ber, deren Manner doch sanftmüthiger waren, sogarder Gewaltthatigkeiten Spur im geschändeten Gesichtetrugen, und nun bei freundschaftlichen Gesprächen ihre