228 A. Augustinus Bekenntnisse.
lich aufathmete, so viel dies möglich ist, in der Er-denhütte.
Du, der dn eintrachtig wohnen lassest im Hause,du geselltest uns den Evodius zu, einen Jüngling auSunsrer Stadt, der, da er als Sachwalter diente, srüherals wir sich zu dir bekehrt' und getauft ward, und,der Welt Dienst verlassend, sich in deinen begab. Wirwaren zusammen, und wünschten zusammen zu woh-nen in heiligem Bunde. Eine Stelle suchten wir, wowir am ungestörtesten dir dienen könnten, und reisetenzusammen nach Afrika zurück. Und da wir zu Ostiaan der Tyber Mündung waren, starb die Mutter.
Vieles übergeh' ich, weil ich viel Eile habe.Nimm an meine Bekenntnisse und Danksagungen,mein Gott, wegen unzahlbarer Dinge, auch wann ichsie verschweige. Aber nicht übergeh' ich, was ich trag'in meiner Seele von dieser deiner Dienerin, die michtrug im Fleisch, auf daß ich für dieses Zeitliche, imHerzen, auf daß ich für das ewige Licht gcbohrenwürde. Nicht ihre, sondern Deine Gaben in ihr willich erzählen; denn sie hatte sich ja nicht selbst erschaf-fen noch sich selbst auferzogen: Du erschufst sie, undnicht Vater und nicht Mutter wußtens, was durch siewürde. Und es unterrichtete sie in deiner Furcht dieZucht deines Gesalbten, die Leitung deines einzigenSohns, in einem glaubigen Haus, einem guten Gliedsdeiner Kirche. Sie pflegte nicht so sehr ihrer MutterFleiß in ihrer Erziehung zu loben, als den einer altenMagd, die schon ihren Vater als Kind .getragen hatte,so wie aufwachsende Mädchen auf ihren Rücken Knab-