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Bekenntnisse
Entstehung
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227
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Neuntes Buch.

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Da offenbartest du deinem obgedachten Bischof ineinem Gesicht, an welcher Stelle die Körper der Mär-tyrer Gervasius und Protasius lagen, die du so langeJahre in dem Schooße deiner Verborgenheit unver-wesen aufbewahrtest, woraus du sie zu gelegener Zeithervorzogst, um jene weibliche aber königliche Wuthzu hemmen. Da sie also aufgefunden und ausgegra-ben waren, und mit gebührender Ehre zum Domedes Ambrosius getragen wurden, wurden nicht alleinJene, die unreine Geister plagten, geheilt, so daß dieDämonen selbst ihre Unmacht bekannten; sondern auchein seit mehreren Iahren blinder, und den Einwoh-nern sehr bekannter Bürger hörte die tobende Freudedes Volks, fragte nach der Ursache, frohlockte, bat sei-nen Führer ihn hinzuführen, und erhielt dann die Er-laubniß, daß er sich näherte, um mit seinem Schweiß-tuche den Sarg zu berühren deiner Heiligen, derenTod so kostbar war in deinem Angesicht, Er thats,berührte damit seine Augen, und sofort waren sie ge-öffnet. Nun verbreitete weit der Ruf sich; nun leuch-tete herrlich dein Lob; nun war der Sinn jener Fein-din, obwohl nicht zu des Glaubens Gesundheit erwei-tert, doch eingeschränkt in der Verfolgungswuth. Dankdir dafür, mein Gott, daß du dies in meine Erinnerungzurückführtest, auf daß ich es dir bekennte, da ich es,eines Wichtigen uneingedenk, übergangen war. Unddamals dennoch, als so der Geruch deiner Salbenduftete, eilten wir nicht zu dir; und deßhalb weint'ich so sehr während des Gesanges deiner Hym-nen, indem ich so lange nach dir seufzte, und end-