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Bekenntnisse
Entstehung
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226 A. Augustinus Bekenntnisse.

in deiner Zucht. Und wir wurden getauft, und esschwand in uns die Sorg' um das vergangene Leben.Ich sattigte mich nicht in jenen Tagen an der wun-derbaren Süße, deinen unerforschlichen Rathschluß überdas Heil des menschlichen Geschlechts zu betrachten!Wie weint' ich unter deinen Hymnen und Gesangen,heftig bewegt, von den Stimmen deiner lieblichtönen-den Kirche! Sie ergossen sich in meine Ohren, dieseStimmen, und deine Wahrheit tröpfelte in mein Herz,und auf wallte das Feuer der Gottesfurcht, und Thro-nen flössen, und wohl war mir dabei!

Noch nicht lange hatte die mailandische Kirchediese Art des Trostes und der Auferbauung eingeführt,den erhebenden Gesang, wo die Brüser mit Mundund Herz einstimmten. Nemlich ein Jahr wars, odernicht viel mehr, als Justina, des jungen ValentinasMutter, deinen Mann Ambrosius verfolgte ihrer Ketze-rei halben, wozu sie von den Arianer-n verführt war.Die fromme Gemeinde blieb wachend des Nachts inder Kirche, bereit zu sterben mit ihrem Bischöfe, dei-nem Diener. Auch meine Mutter, deine Magd, derErsten eine im Sorgen und Wachen, lebte dort inGebeten. Wir, obwohl noch nicht durchdrungen vonder Glut deines Geistes, wurden dennoeb erregt vondem Schrecken und der Verwirrung der Stadt. Daward der Gesang der Hymnen und Psalmen einge-führt nach morgenlandischer Sitte, damit das Volknicht hinschmachtete vor Gram: und seitdem ist es bisjetzt beibehalten, und schon Viel' und fast alle deineHeerden rings auf der Erde folgen dem Beispiele.