Neuntes Buch. 223
wünschte nicht, überhäuft zu werden mit irdischemGute, die Zeiten verschlingend und verschlungen vonden Zeiten, da ich in der ewigen Einfalt anderes Ge-treid hatt' und Wein und Al.
Und ich rief im folgenden Werse mit lautemRufe des Herzens: O so ganz in Frieden will icheinschlafen und des Schlummers genießen! Dennwer widersteht uns, wann gesprochen wird, wie ge-schrieben steht: Verschlungen ist der Tod vom Siege!und du bist jener Friede ganz, und wirst nicht gewan-delt, und in Dir ist Ruh, und Wergessen aller Müh-seligkeit. Nicht ein Andrer neben dir, und um vieler-lei anderes zu erlangen was nicht ist, was du bist,sondern Du, Herr, allein hast meine Hoffnung festgegründet.
So las ich und entbrannte; und ich fand nicht,was ick beginnen sollte mit den tauben Tobten, rm-ter denen ich eine Pest gewesen war, ein heftiger blin-der Beller wider die Schriften, die da honigreich sindan Honig des Himmels, und leuchtend von deinemLichte; und ich härmte mich ab über die Feinde dieserSchriften.
Wie erzähl' ich alles, was in dieser Ferienzeit ge-schah? Aber ich vergaß nicht und verschweige nichtdie Schärfe deiner Geißel, und die wunderbare Schnelledeiner Barmherzigkeit. Mit Zahnschmerzen martertestdu mich; und als sie so sehr zunahmen, daß ich nichtzu reden vermochte, kam es in mein Herz, alle dieMeinigen, die gegenwärtig waren, anzumahnen, daßsie zu dir, Gott jedes Heils, bäten für mich. Und ich
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