216 A. Augustinus Bekenntnisse.
Festigkeit gewann, da freut' ich mich, du weißt esmein Gott, daß es hier keiner erdichteten Entschuldi-gung bedurfte, um jene Menschen zu beruhigen, diemir um ihrer Kinder halben keine Ruhe gönnten.
Voll also dieser Freud' ertrug ich jene Zwischen-zeit, bis sie ablief. Ich weiß nicht, ob es etwa zwan- Izig Tage waren- aber muthig wurden sie ertragen, dadie Unruhe der Begierde von mir gewichen war, diemich bei ernstem Geschäfte zu begleiten pflegte; unduntergelegen war' ich, hatte nicht Geduld mir Hülfegeleistet. Gefehlt darin hatt' ich, möckt' Einer deinerDiener, meiner Brüder sagen, daß ich, schon erfülltdas Herz von deinem Dienste, mir es zugab, auch mirnoch Eine Stunde zu sitzen auf dem Lehrstuhle derLügen. Ich widerspreche nicht. Aber du, Herr, Barm-herzigster, hast du nicht auch Diese Sünde mit den übri-gen schrecklichen und todbringenden Sünden mir indem heiligen Wasser verziehen und nachgelassen?
Ängstlichkeit plagte Verekundus über unser Glück,weil er wegen der Bande, die ihn so fest umschlun- ^gen, den Verlust 'unsrcr Gesellschaft voraussah, da Er ;noch nicht Christ, obwohl seine Gattinn glaubig war; -und eben diese war eine vorzüglich drückende Fessel,die ihn von der Reise, die wir angetreten waren, zu-rückhielt. Auch nicht anders wollt' er Christ sein, er-klart' er sich, als auf eine Weise, worauf er es einmalnicht konnte. Sehr gütig bot er uns sein Landgutan, so lange wir dort waren. Vergelten wirst du esihm, o Herr, bei der Auferstehung der Gerechten, dadu ihm schon die Hauptschuld nachgelassen hast. Denn