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Bekenntnisse
Entstehung
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215
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Neuntes Buch.

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mit deiner Lieb', und wir trugen deine Worte festge-heftet in unserm Innern; und die Beispiele deiner Die-ner, die du aus Dunkeln zu Leuchtenden, und ausTobten zu Lebenden umwandeltest, sammelten sich inden Schoost unsrer Gedanken, und verbrannten undverzehrten alle schwere Erstarrung, daß wir nicht indie Tiefe zurücksielen; und sie befeuerten uns kraftiglich,so daß aller Hauch des Widerspruchs falscher Zungenmir heftiger uns entflammte, nicht löschte. Aber weildeines Namens halber, den du heiligtest rings auf derErde, freilich auch Lobsprecher unser Vorhaben undEntschluß erregen mußte; so erschien es uns einer Prah-lerei gleich zu sein, die so nahe Ferienzeit nicht zu er-warten, und eine öffentliche Lehrerstelle vor den AugenAller vorher noch aufzugeben, so daß dann, da jederden Blick wendete auf meine That, wodurch ich demnahen Tage der Weinlesezeit noch zuvorkommen wollte,viele sagen würden, daß ich auffallend zu sein strebte.Und wozu mir das, daß mein über meine Sinnesarthin und wieder schwatzte, und unser Gutes lästerte?Da überdies in diesem Sommer meine Lunge begann,wegen überhaufter Schularbeit schwach zu werden, undschwer Athem zu holen, und durch Brustschmerzen ihrUebel anzudeuten, und helleren volleren Laut mir zuversagen; so hatte mich dies zuerst in Verlegenheit ge-setzt, weil es mir dadurch fast zur Nothwcndigkeitwurde, die Last des Lehrens niederzulegen, oder, könnt'ich geheilt werden und genesen, wenigstens eine Zeitlang abzulassen. Aber als voller Wille, Dir, o Gott,zu dienen, und dich anzuschauen, in mir entstand, und