Achtes Buch. 187
ging mit ihm. Und kaum war er eingeweiht in dieersten Geheimnisse, als er auch seinen Namen aufzeich-nen ließ, damit er wicdcrgebohren würde durch dieTaufe, zu Roms Erstaunen und der Kirche Freude.Die Hoffartigen sahn es, und zürnten; mit den Zah-nen knirschten sie, und vergingen vor Wuth. Aberder Herr und Gott war die Hoffnung seines Dieners,und er schaute nicht auf Eitelkeit und lügende Unweis-heit. Als es endlich zur Stunde kam des Glaubens-bekenntnisses, das in bestimmter Form, deren Worteman auswendig lernt, auf einer erhabneren Stell' imAngesicht der römischen Glaubiger von Jenen abgelegtzu werden pflegt, die zu deiner Gnade gelangen wol-len, Mard es dem Biktorinus, sagte Simplicianus,von den Priestern angeboten, es in Geheim abzulegen,wie es solchen, die sich etwa vor Schaam verwirrenmöchten, anzubieten Sitte war: er aber hatte liebersein Heil im Angesichte der heiligen Gemeine ablegenwollen. Denn es war ja kein Heil in der Redekunst,und doch hatt' er sie öffentlich gelehrt: wieviel wenigerhatt' er sich also zu scheuen, vor deiner sanftmüthigenHeerde dein Wort auszusprechen, da er sich der eignenWorte nicht scheute vor den Schaarcn der Anweisen? —Da er nun hinaufstieg, sein Bekenntniß abzulegen,scholl sein Name mit dem Schalle des Glückwünschensunter Allen umher, die ihn kannten: wer aber kannt'ihn nicht? Und laut tönte rings aus dem Munde derFrohlockenden: Biktorinus! Jauchzend ertönt' es schnell,als man ihn sah, und schnell schwieg man, ihn zuhören. Und er bekannte den wahrhaften Glauben mit