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Bekenntnisse
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188
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188 A. Augustinus Bekenntnisse.

herrlicher Zuversicht, und Alle wollten ihn in ihr Herzreißen, und sie rissen ihn an sich in Lieb' und Freude:rings rissen ihn Hände mit Gewalt an sich.

Guter Gott! was liegt im Menschen, daß er sichmehr erfreut über die Rettung einer verlorcngegebenenund nun von der großen Gefahr befreiten Seele, alswenn stets Hoffnung auf ihr ruhete, oder sie nur ingeringer Gefahr war? Auch du barmherziger Batererfreust dich mehr über Einen Büßenden, als überneun und neunzig Gerechte, denen Buße nicht nöthigist. Und mit großer Wonne hören wirs, wann wirhören, wie auf den Schultern des frohlockenden Hir-ten das Schaaf zurückgetragen wird, das verirrt war,und wie die Drachme in deinen Schatz zurückgebrachtwird, wahrend die Nachbarn sich freuen mit demWeibe, das sie fand. Und Thronen einpreßt die Feier-freude deines Hauses, wann man von dem jüngemSohn in deinem Hause liest, wie er gestorben war,und wieder auflebte; wie er verloren war, und wieder-gefunden ward. Du nemlich erfreuest dich in uns,und in deinen Engeln, die heilig sind in heiliger Liebe.Denn Du bist immer derselbe, der Du Alles, wasnicht immer und auf dieselbe Weis' ist, immer aufdieselbe Weise kennst.

Wie also geschiehts in der Seele, daß sie sichmehr ergötzt an Sachen, die sie findet oder wiederer-halt, als wenn sie sie immer gehabt hatte? Denn auchandre Beispiele beweisen dies, und alles ist voll vonZeugnissen, welche rufen: so ist es! Der siegende Im-perator triumphirt; er siegte nicht, stritt' er nicht: und