Siebentes Buch.
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Menschengeschlecht in jenen Schriften. Da nun jeneswahr von ihm geschrieben ist, so erkannt' ich in Chri-stus einen ganzen Menschen, nicht allein einen Mcn-schenkörper, oder mit diesem ein Mcnschengefühl ohneMenschenseele, sondern den ganzen Menschen, undglaubt' ihn, ohn' in ihm die Wahrheit selbst persönlichzu sehen, nur wegen der Vortrcfflichkeit seiner mensch-lichen Natur und seines größern Antheils von Weis-heit vor den Übrigen des Vorzugs würdig. Alypiusaber hielt es für die Lehre der Katholiken, daß er einGott in Menschenfleisch wäre, so daß neben der Gott-heit und dem Fleisch in Christus keine andere Seelewar': und er glaubte nicht, daß ein menschlicher Geistihm beigelegt würde; und weil er sich für überzeugthielt, daß jenes, was von ihm dem Gedachtniß auf-bewahrt ist, ein lebendes und vernünftiges Geschöpfvoraussetzte, zauderte er, dem christlichen Glauben sichzu nahern. Als er aber hernach erfuhr, daß dies einKetzeiirrthum der Apollinaristen wäre, vereint' er sichfreudig mit der katholischen Kirche. Ich aber, ich be-kenn' es, erkannt' erst etwas spater, wie in dem, dasWort ist Fleisch geworden, die katholische Wahrheitsich von des Photinus Irrlehr' unterschiede. Denndie Angriffe der Ketzer hellen auf, was deine Kircheglaubt, und was die wahre Lehre in sich saßt. Dennes mußten auch Ketzer sein, auf daß die, so bewährtsind, offenbar würden unter den Schwachen.
Als ich aber, durch das Lesen jener Bücher derMatoniker angetrieben, die unkörperliche Wahrheitsuchte, erkannt' ich dein Unsichtbares durch das, was