154 A. Augustinus Bekenntnisse.
so wärest du verletzbar und verwesbar. Sagte manaber sie schadeten dir auf keine Weise, so war keineUrsache zum Streite da, zum Streite, wobei ein Theil,ein Glied von dir, oder ein Ausfluß deiner Substanzzusammenträfe mit entgegenstrebendcn Machten undmit nicht von Dir geschaffnen Wesen, und von ihnenes so ergriffen und verschlimmert würde, daß es ausGlückseligkeit in Elend sich kehrt', und Hülfe bedürfte,die es rettete und lösete, und daß dies (jenes Theil)die Seele wäre, dem dein Wort zu Hülfe käme, dasfreie der Sklavin, das reine der Befleckten, und dasunverletzte der flZerletzten, aber auch selbst verletzbar,weil es mit ihr aus der nemlichen Substanz wäre.Wenn man deßhalb Dich wie dn bist, das ist, deineSubstanz als unverletzbar ausgäbe, so wäre das allesfalsch und gottlos; wenn aber als verletzbar, so wäredas schon von selbst falsch und verdammungswürdig. —Genug war also jenes gegen Jene, um sie auszuspeienaus dem Herzen, weil kein Ausweg für sie da warohne schreckliche Gotteslästrung des Geistes und derZunge, während sie derlei dachten von dir undredeten.
Aber noch nicht, (obwohl ich unbeflcckbar und un-veränderlich und in deinem Theile wandelbar dich un-fern Herrn und Gott nannt' und sestiglich glaubte,Dich, der du nicht allein unsre Seelen schufst, sondernauch unsre Körper, und nicht allein unsre, sondernalle Seelen und Körper:) noch nicht faßt' ich klar unddeutlich des Bösen Ursache. Was ich auch innnerwäre, so sah ich, -man müßt' also nach ihr forschen,