Druckschrift 
Bekenntnisse
Entstehung
Seite
153
Einzelbild herunterladen
 

Siebentes Buch.

153

der Erde warst, im Himmel warst, in Allem warst,und Alles von dir umgranzt würde, Du aber nir-gends. Wie aber der Lustkörper das Sonnenlicht nichthinderte, durch ihn herabstrahlen, ihn durchdringend,nicht ihn zerreißend oder zerstückelnd, sondern ihn ganzerfüllend; so glaubt' ich, nicht nur des Himmels undder Lust und des Meeres, sondern auch der ErdeKörper und zwar in allen ihren größten und kleinstenTheilen durchdrängest du, um so deine Allgegenwartzu fassen, die mit verborgner Wirkung innen und au-ßen Alles ordnet und lenkt, was du schufst. So wähnt'ich, weil ich nichts Anderes denken konnte: und eswar falsch. Denn auf diese Weise würd' in einemgrößern Theile der Erd' ein größrer Theil von Dirsich befinden, und in einem kleineren ein kleinerer, undalles war' also von dir erfüllt, daß der Elephanten-körper um so mehr faßte von dir, als der des Sper-lings, je größer jener war', und je größern Raum ereinnahm' und daß du so stückweis' in den Theilen derWelt, in größern mehr, in geringem weniger gegen-wartig warst. Das aber bist du nicht. Aber du hat-test meine Finsternissen noch nicht erleuchtet.

Genug wars mir, o Herr, gegen, jene Betrognenund Betrüger und Geschwätzig-Stummen, weil nichtaus ihnen dein Wort ertönte; genug war jenes, wasschon Nebridius zu Karthago behauptete, und unsAlle, die es hörten, erschütterte: Was wollten dir ichweiß nicht welche Geschöpfe der Finsterniß, die sie direntgegensetzten, anhaben, wenn du gegen sie streitenwolltest? Denn würde geantwortet,^ sie schadeten dir,' 7 ^