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Bekenntnisse
Entstehung
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152
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152 A. Augustinus Bekenntnisse.

hinwegschaffen von der Sehkraft meines Geistes: dochkaum war sie im Augenblicke verschwunden, siehe, sowar sie wieder vereint da, und stürzte sich auf meinSehen, und umwölkt' es, daß ich, obwohl nicht einesMenschcnkörpers Gestalt, doch etwas Körperliches zudenken genöthigt ward, raumerfüllendes, entweder durchdie Welt verbreitet, oder auch außerhalb der Welt insUnendliche ausgedehnt, und dies zugleich unverwesbarund unverletzbar und unwandelbar, was ich dem Wer-wesbaren und Verletzbaren und Wandelbaren vorzog.Denn wo ich den Raum hinwegthat, schien mir nichtszu sein. Aber so ganz nichts, nicht einmal Leere, wiedort, wo ein Körper aus dem Räume genommen wird,und gar kein Körper bleibt in dem Räume, kein Erden-noch Wasser- noch Luft- noch Himmelskörper, Leere,wie ein raumliches Nichts.

Ich also, verstockt im Herzen, und mir selbst nichteinmal erkennbar, glaubte, was sich nickt ausdehntedurch einigen Raum, oder verbreitete oder vereinte odervergrößerte, oder was derlei nicht faßt' oder nicht fas-sen könnte, das alles wäre gar nichts. Denn wiemeine Augen über Formen zu gehen pflegen, so gingdurch ahnliche Bilder mein Herz, und ich sah nicht,daß dieselbe Kraft, womit ich jene Bilder mir schuf,nicht etwas Körperliches wäre, und daß dennoch jeneKraft sie nicht schaffen konnte, wäre sie nicht etwasGroßes. So dacht' ich auch Dich, Leben meines Le-bens, ausgedehnt durch unendlichen Raum, verbreitetrings durch die ganze Masse der Welt, und außer ihrdurchs Unermeßliche ohne Schranken, so daß du in