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Bekenntnisse
Entstehung
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Sechstes Buch.

war ich weit entfernt, und voll Lust an der Krankheitdes Fleisches schleppt' ich in tödtendem Wohlbehagenmeine Kette, fürchtend entlastet zu werden; und, alswenn mich der Wunde Berührung schmerzte, wies ichdie Worte des guten Raths ab, wie die Hand desEntlastenden.

Überdieß redete auch die Schlange selbst durchmich zum Alypius, und streut' ihm auf seinen Wegsüße Schlingen durch meine Zung', um seine ehrbarenfreien Füße zu verwickeln. Denn wahrend er sich wun-derte, wie ich, auf den er nicht wenig hielt, so sehram Leime der Wollust klebte, daß ich behauptete, sooft darüber Rede war unter uns, auf keine Weis' eineheloses Leben führen zu können, und mich so ver-teidigte, wann ich ihn erstaunt sah, daß ich sagte,ganz etwas anderes wäre jenes, was er vorbeieilendund verstohlen genossen, dessen er sich jetzt kaum mehrerinnerte, und was er nun leicht ohne Mühe verachtenkonnte: und ein anderes die Freuden einer gewohntenLiebe, wofür ich, wenn der ehrende Namen der Ehenoch hinzukäme, stets Achtung haben würde, und dar-über müßt' er nicht erstaunen; begann er selbstnach der Ehe zu verlangen, nicht besiegt vom Reizeder Wollust, sondern des Borwitzes. Denn er wünschtezu wissen, sprach er, was jenes wär', ohne das mirmein Leben, welches ihm so gefiel, nicht Leben sondernStrafe schien. Er, dessen Geist frei war von jenenFesseln, staunte meiner Sklaverei, und unter dem Stau-nen überkam ihm die Lust, es zu versuchen, und erstand am Rande des Versuches selbst, um vielleicht

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