142 A. Augustinus Bekenntnisse.
genwattigen, das mich floh und zerstreute, wahrendich sprach: Morgen werd' ichs finden! sieh, es wirddeutlich werden, und ich werd' es festhalten! Undsiehe, Faustus wird kommen und alles erklaren! —O ihr großen Akademiker! Nichts Sichers laßt sichbestimmen für unsre Lebensweise! Aber laßt unsfleißiger suchen und nicht verzweifeln! Siehe, jetzt istdas nicht ungereimt in den geistlichen Büchern, wasungereimt uns schien, und man kann sie anders undin vernünftigem Sinne verstehn. Ich will meine Füßeden Weg wandeln lassen, worauf mich Knaben meineEltern hinsetzten, bis ich die Wahrheit finde. Aberwo sie suchen? Wann sie suchen! Ambrosius hatkeine Zeit; zum Lesen haben Wir keine Zeit. Selbstdie Bücher, wo sie suchen? woher und wann sie an-schaffen? von welchen sie nehmen? Wir wollen dieZeit eintbeilen, Stunden bestimmen fürs Heil derSeele! Große Hoffnung ist entstanden: das nichtlehrt der katholische Glaube, was wir wähnten, unddem wir Eitlen schmähten. Für Unrecht halten esseine Eingeweihten, Gott beschränkt zu glauben in desmenschlichen Leibes Gestalt. Und wir zaudern anzu-klopfen, daß auch das Übrige eröffnet werde? Dievormittägigen Stunden nehmen die Schüler hinweg.Was thun wir in den übrigen? Warum betreibenwir dann nicht jenes? Aber wann besuchen wir diewichtigen Freunde, deren Unterstützung uns nöthig ist?Wann bereiten wir uns zu Jenem, was die Schülerkaufen? Wann ruhen wir selbst aus, von den Sorgenden Geist abspannend? — Alles vergehe! lassen wir