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Bekenntnisse
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140
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140 A. Augustinus Bekenntnisse.

seine Sündhaftigkeit versucht, nicht nur durch denReiz der Begier, sondern auch durch den Stachel derFurcht. Beisitzer war er nemlich des Aufsehers deritalischen Kasse. Nun war daselbst ein machtiger Se-nator, dem Viele durch Wohlthaten verpflichtet unddurch Schrecken unterworfen waren. Er wollte sichich weiß nicht was seiner Macht halben erlauben, wasden Gesetzen gemäß unerlaubt war. Alypius wider-stand: Belohnung ward versprochen, er verlachte sie;Drohungen wurden angewandt, er verachtete sie; undalle bewunderten den ungemeinen Geist, der einen sowichtigen Mann, weit und breit berühmt durch un-zahlbare Arten zu nutzen und zu schaden, sich nichtzum Freunde wünscht', und als Feind nicht fürchtete.Selbst der Richrer, dessen Rath er war, wollte zwarauch nicht einwilligen, widerstand aber dennoch nichtöffentlich, sondern versicherte, alle Schuld schiebend aufAlypius, daß dieser es nicht zugeben wollt', und gab'er selbst es zu, so würde der seine Stelle niederle-gen. Nur das Einzige hatt' ihn bald verführt, daßer aus Liebe zu den Wissenschaften mit großen Kostensich Bücher anzuschaffen pflegte. Doch beim Blick' aufdie Gerechtigkeit faßt' er bessern Entschluß, und nütz-licher schien ihm die Befolgung der Billigkeit, die esverbot, als der Macht, die es erlaubte. Das ist we-nig. Aber der in Wenigem getreu ist, ist auch imGroßen getreu. Und auf keine Weis' ist eitel, wasaus dem Munde deiner Wahrheit hervorging: Wennihr in ungerechtem Gute nicht treu wart, wer wirdeuch das wahrhafte anvertauen? Und wenn ihr in