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Bekenntnisse
Entstehung
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131
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Sechstes Buch.

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auf engen Wegen, deren Zahl dennoch noch geringerwäre, wenn die Schriften nicht mit solchem Ansehnhervorleuchteten, und die Völker nicht an sich zögenin den Schoost heiliger Demuth.

So dacht' ich, und du warst bei mir; ich seufzte,und du hörtest mich; ich wankte, und du leitetest mich;ich ging auf der Welt breitem Weg', und du verließestmich nicht; ich trachtete nach Ehre, Gewinn, Ehe, unddu lachtest meiner. Ich erduldete in diesen Begierdendie bittersten Beschwerden, und desto gnadiger warstdu mir, je weniger du mir süß werden ließest, wasnicht Du warst. Siehe mein Herz, o Herr, der duwolltest, daß ich mich dieser Ding' erinnern, und siedir bekennen sollte! Nun hangt meine Seel' an dirdie du aus den Schlingen des Todes befreitest. Wieelend sie war! Und du ließest das Gefühl ihrer Wundestechend werden, daß sie Alles verließ' und kehrte zudir, der du über Allem bist, und ohne Den Allesnichts wäre, daß sie kehrt' und geheilt würde. Wieelend war ich also! Und wie fügtest du es so heilsam,daß ich mein Elend fühlt' an jenem Tage, da ich michbereitete zum Lobe des Imperators zu sprechen, vielesdabei zu lügen, und den Beifall selbst derer zu erwer-ben, die es als Lügen erkannten. Derlei Sorgen ath-mete mein Herz, und es brannt' im Fieber verzehren-der Gedanken, als ich durch eine Gasse Mailandsging, und einen armen, wie ich glaube, betrunknenBettler bemerkte, der lustig und freudig war. Undich seufzt', und sprach mit den Freunden, die bei mirwaren, von den vielen Mühseligkeiten unsrer Thorhcit,