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Bekenntnisse
Entstehung
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132 A> Augustinus Bekenntnisse.

indem wir mit allen solchen unsern Entwürfen, denenich jetzt nachging, unter dem Stachel der Begierdenschleppend die Last meiner immer sich mehrenden Un-glückseligkeit, nichts anderes wollten, als zum sichernWohlsein gelangen, worin uns, die wir vielleicht niedazu gelangten, dieser Bettler schon zuvorgekommenwäre. Denn was jener mit wenigen und erbetteltenPfenningen erreicht hatte, darnach strebt' ich auf somühseligen Krümmungen, nach dem Wohlsein nem-lich zeitlicher Glückseligkeit. Denn wahre Freude hatt'er nicht: ich aber suchte mit meiner Ehrsucht eine weitfalschere. Und gewiß war jener lustig, ich angstlich;sicher er, ich zitternd. Und früge mich jemand, ob ichlieber froh sein oder fürchten möchte? Dann ant-wortet' ich: froh sein. Und wiederum, srüg' er, obich lieber ein solcher sein möchte, wie Jener, oder einsolcher, wie Ich damals war? So wählt' ich michselbst, umdrängt von Sorg' und Angst. Aus Ver-kehrtheit, nicht Wahrheit! Denn deßhalb dürft' ichnicht mich ihm vorziehn, weil ich gelehrter war, indemmir das keine Freude schaffte: sondern gefallen wollt'ich nur damit den Menschen; nicht dadurch sie beleh-ren, nur gefallen. Deßhalb auch zerschlugst du mitdem Stabe der Zucht meine Gebeine.

Drum hinweg von meiner Seele, die da sagen:ein Unterschied ist, weßhalb man sich freue: JenerBettler freute sich des Weintrinkens; du wünschtestder Ehre dich zu freuen! Welcher Ehre, Herr? Der,so nicht in dir ist. Denn wie jenes nicht wahre Freud'ist, so war dies nicht wahre Ehre, und verkehrte nur