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Bekenntnisse
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124
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124 A. Zlugustinus Bekenntnisse.

lernte bald, statt des Korbes voll irdischer Früchte einenWuscn voll reinerer Gesinnungen den Gedachtnissender Märtyrer darbringen, auf daß sie, wie viel sie ver-möchte, den Dürftigen gab', und so die Theilnehmungan des Herrn Leib gefeiert würde, durch dessen Lei-dens Nachfolge die Märtyrer hingeopfert wurden undgekrönt. Aber dennoch scheint mir, Herr mein Gott,und so glaubt mein Herz hiervon in deinem Ange-sichte, meine Mutter wäre wohl nicht so leicht vondieser Gewohnheit abgestanden, hätt' ein andrer sieverboten, den sie nicht wie Ambrosius liebte, welchensie meines Heiles wegen äußerst liebte, so wie er auchsie, wegen ihrer so gottesfürchtigen Gesinnungen, wo-mit sie, glühend im Geiste für gute Werke, die Kirchebesuchte. Oft, wann er mich sah, brach er aus in ihrLob, und wünschte mir Glück, daß ich eine solcheMutter hätte, ohne zu wissen, welchen Sohn sie, derda zweifelte an allem diesem, und auf keine Weiseglaubte, des Lebens Glück könnte gefunden werden.

Und ich erseufzte noch nicht im Gebet, daß dumir zu Hülfe kämst; sondern gespannt zum Forschenund unruhvoll im Untersuchen war mein Geist. Undin Ambrosius selbst sah ich einen für die Welt glück-lichen Mann, da ihn so viele Gewaltige ehrten: nurseine Ehelosigkeit schien mir beschwerlich. Welche Hoff-nungen aber er hegte, und wie er gegen die Versu-chungen eigner Vortrefflichkeit zu ringen, und welchenTrost er hatt' in Widerwärtigkeit, und welcher Mundn seinem Herzen war, womit er die schmackhaftenFreuden deines Brodes genoß, wüßt' ich nicht, und