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Bekenntnisse
Entstehung
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117
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Fünftes Buch.

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begeben sich zu einem Andern, Brecher der Treue,denen vor Gcldesliebe Gerechtigkeit ungeschützt ist.Und mein Herz haßte solche, obwohl nicht mit gutemHasse. Denn vielleicht haßt' ich sie mehr um Jenes,was ich durch sie zu erdulden hält', als weil sie etwasthatcn, was jedem unerlaubt war. Dennoch schandlichsind solche gewiß, und untreu gegen dich sind sie, lie-ben vergängliche Lust und kothigen Gewinn, wovonbeim Angreifen die Hand besudelt wird, und umfas-sen die vorbeieilende Welt, und verachten dich, der dableibt und zurückruft, und der untreuen Mcnschcnseeleverzeiht, wann sie kehrt zu dir. Und jetzt hass' ichsolche, als schlechte verkehrte Menschen, obwohl ich sieals zu Bessernde liebe, auf daß sie dem Gelde dieLehre, die sie hören, vorziehn, dieser aber Dich, o Gott,die Wahrheit und die Fülle des gewissen Guten, und derreinste Friede. Damals wollt' ich sie vielmehr deß-halb nicht dulden, weil sie böse waren in Rücksichtauf mich, als weil ich sie gut wünscht' in Rücksichtauf dich.

Da man nun aus Mailand nach Rom an denStadtprafektus um einen Lehrer der Redekunst fürMe Stadt schickte, auch öffentliche Erlaubniß dazu er-tbcilt war, so sucht' ich selbst diese Stelle durch jenevon den Eitelkeiten der Manichaer Trunknen, (da ichdoch nur hinwegsollt', um ihrer los zu werden: abersie, wie ich, wußtens nicht) daß ich auf gehaltne Pro-bcrcde vom damaligen Prafektus Symmachus auser-lesen und hingeschickt wurde.