Fünftes Buch.
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es gefiel mir, sie zu entschuldigen, und ich weiß nichtwas anders anzuklagen, das in mir und nicht Ichwäre. Indessen war alles ganz Ich, und nur meineGottlosigkeit hatte mich mit mir selbst entzweit; unddie Sünde war um so unheilbarer, da ich selbst keinSünder zu sein wähnte, und scheußlich die Bosheit,lieber mich über dich, allmächtiger Gott, zu meinemWerderben, als dich über mich zu meinem Heil erhe-ben zu wollen. So hattest du damals noch keineWache gesetzt meinem Mund, und keine Pforte derEnthaltsamkeit an meine Lippen, auf daß mein Herznicht hinneigte zu boshaften Worten, die Sünden zuentschuldigen durch Menschen, die gottlos handeln:und deßhalb war ich noch vereint mit den Auserwähl-ten Jener.
Aber dennoch schon verzweifelnd, durch jene fal-sche Lehre zur Wahrheit zu gelangen, war ich in ihr,mit der ich, so lang' ich nichts Besseres fände, zufrie-den zu sein beschlossen hatte, nun kalter und nachläßi-ger. Auch entstand in mir der Gedanke, daß jenePhilosophen, die man Akademiker nennt, klüger alsdie Übrigen gewesen wären, weil sie glaubten, manmüßt' an Allem zwifeln, und behaupteten, dem Men-schen wäre nichts erfaßbar. Denn dies schien auchmir offenbar ihre Meinung zu sein, wie man sie ge-wöhnlich von ihnen glaubt, obwohl ich sie noch nichtganz verstand.
Auch enthielt ich mich nicht, jenen meinen Be-wirther zu tadeln wegen seines zu großen Glaubens,den ich in ihm an die fabelhaften Dinge fand, wovon