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Bekenntnisse
Entstehung
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110
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119 A. Augustinus Bekenntnisse.

ward. Denn sie hatte so gern meine Gegenwart, nachder Mütter Weise, doch viel lieber, als viele. Undsie wußte nickt, welche Freude du ihr schaffen würdestaus meiner Abwesenheit. Sie wüßt' es nicht: darumweint' und jammerte sie, und war Eva gleich in ihrerQual, die mit Seufzen suchte, was sie mit Seufzengebar. Und dennoch, da sie mich des Trugs und derFühllosigkeit beschuldigt hatte, wandte sie sich wiederzurück, dich um Vergebung für mich anzuflchn,und ging zu ihrer Wohnung, und Ick nach Rom.

Und siehe! dort siel auf mich die Geißel leiblicherKrankheit; und ich wanderte schon zur Unterwelt, be-laden außer der Ursündc, wodurch wir All' in Adamsterben, noch mit allem dem Bösen, vielen und großen,das ich gegen dich begangen hatt', und gegen mich,und gegen Andre. Denn noch nichts hattest du mirvergeben in Ehnstus; noch hatte dieser nicht durch seinKreuz die Feindschaft vertilgt, die ich mir bei dir durchmeine Sünden zuzog. Denn wie vertilgt' er sie durchdas Kreuz eines Gebildes, wie ich 'ihn mir dachte?So falsch mir daher der Tod seines Fleisches schien,so wahr war Der meiner Seele; und so wahr derTod war seines Fleisches, so falsch das Leben meinerSeele, die an Jenen nicht glaubte.

Das Fieber nahm zu, und ich ging und verging.Denn wohin ging ich, war' ich damals hinweggegan-gen, als nur in Feuer und Qual, meiner Thatenwürdig, nach der Gerechtigkeit deiner Anordnung?Und Jene wußte das nicht; und dennoch betete ab-wesend sie für mich. Du aber, allenthalben gegen-