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Bekenntnisse
Entstehung
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109
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Fünftes Buch.

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reis' um mich heftig trauert', und mir folgte bis ansMeer. Als sie mich nicht lassen wollt' und ich mitihr zurückkehren, oder sie mit mir nehmen sollte;tauscht' ich sie sehr, und heuchelte, einen Freund wollt'ich nicht verlassen, bis er mit günstigem Wind' ab-schiffte. Und ich belog meine Mutter, Jene Mutter!und entkam. Auch dies vergabst du mir barmher-ziglich, mich, der ich voller schandlicher Makeln war,schützend vor des Meers Gewässern, bis zum Wasserdeiner Gnade, das mich abwaschen, und den Ergußder mütterlichen Augen trocknen sollte, womit sie täg-lich die Erde befeuchtete unter ihrem Antlitze. Undda sie dennoch sich weigerte, ohne mich zurückzukehren,überredete ich sie nur mit Mühe, daß sie an einemOrte, der nah unserm Schiffe war, dem Gedächtnissedes heiligen Cyprianus geweiht, diese Nacht weilte.Doch in dieser Nacht verreist' ich heimlich: Jen' aberblieb zurück, betend und weinend. Und was flehetesie von dir, mein Gott, mit so vielen Thränen, alsdaß du mich nicht abschissen ließest? Aber Du, weitervorschauend, und erhörend das Ziel ihrer Wünsche,merktest nicht auf das, um was sie damals stehete,damit du an mir thätest, um was sie stets flehete.

Es blies der Wind, und er schwellt' unsre Segel,und entzog unserm Gesichte das Ufer, wo sie desandern Tags tobte vor Schmerz, und mit Klagen undSeufzen deine Ohren erfüllte, die deß nicht achteten,indem du mich durch meine Begierden dahin reißenließest um diese Begierden zu enden, und ihr irdischesVerlangen mit verdienter Qual der Schmerzen gestraft