Fünftes Buch.
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ließen in der Verborgenheit deiner Vorsehung meineSeele nicht; und von meiner Mutter Herzcnsblutwurden durch ihre Thronen Opfer dir dargebracht,Tag und Nacht: und du führtest mich auf wunder-bare und verborgene Weisen. Du thatest dies, meinGott! Denn vom Herrn werden des MenschenSchritte geleitet, und dessen Wege bestimmt er. Oderwo ist Heil, außer von deiner Hand, die erquickt, wasdu schufst?
Und du führtest mich, daß ich überredet ward,nach Rom zu reisen, und vielmehr dort zu lehren,was ich zu Karthago lehrte. Und wie ich dessen über-redet ward, wcrd' ich dir zu bekennen nicht unterlassen,weil auch hierin deine verborgne Vorsehung und deinestets gegenwartige Barmherzigkeit zu preisen ist. Nichtdeshalb wollt' ich nach Rom, weil größeren Gewinnund größeres Ansehn mir die Freunde, die mich dazuberedeten, versprachen, obwohl auch das mir nichtgleichgültig war; sondern die größte und fast einzigeUrsache war mir damals diese: ich hörte, ruhiger stu-dierten die Jünglinge dort, und sie würden in geord-netem Zwange der Zucht gehalten, liefen nicht in jeneSchulen, deren Lehrer nicht der ihrige wäre, nach Be-lieben frech herein, und es hatte keiner Zugang, demder Lehrer es nicht gestattete. Zu Karthago hingegenist die Freiheit der Schüler unerträglich und schran-kenlos. Unverschämt stürmen sie herein, und mit fastwüthender Stirne stören sie die Ordnung, die zumbesten der Lernenden festgesetzt ist. Manches Belei-digende treiben sie mit wunderbarer Stumpfheit, was