Fünftes Buch.
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Sekte, die lateinisch und zierlich geschrieben waren,und weil hiczu des Schwatzens tagliche Übung kam;so hatt' er sich dadurch diese Beredsamkeit erworben,die noch angenehmer ward und verführerischer durchseines Verstandes Gelenkigkeit, lind eine gewisse na-türliche Gefälligkeit, — Ist es so, wie ichs mich hiererinnere, Herr mein Gott, Richter meines Bewußt-seins? Vor Dir ist offen mein Herz und meine Er-inerung, der du mich damals leitetest mit geheimerVerborgenheit deiner Vorsehung, und meine schand-lichen Jrrthümer schon enthülltest vor meinem Ange-sicht, auf daß ich sie sah' und haßte.
Denn als es mir offenbar genug war, daß erunerfahren war' in jenen Künsten, worin ich ihn her-vorragend glaubte; begann ich zu verzweifeln, daß ermir über jenes, was mir am Herzen lag, Ausschlußgeben könnte, dessen unkundig wohl jemand die wahreGottesfurcht inne haben konnte, wenn er nur keinManichäer war. Denn Jener Bücher sind voll langerFabeln über Himmel und Gestirn' und Sonn' undMond, welches alles er nach Vergleichung der Zahl-verhaltnisse, die ich anderwärts erlernt hatte, nichtgenugsam, so sehr ichs wünschte, so mir aufklärenkonnte, daß ich die Schriften der Manichaer als wahr,oder ihre Meinung der Vorhergefaßten gleich wichtigbefunden hätte. — Als ich ihm meine Fragen vorlegte,war er doch bescheiden genug, und wagt' es nicht, dieLast aufzufaßen. Denn er wußte, daß er das nichtwüßt', und schämte sich nicht, es zu gestehn. Er warnicht jener Geschwätzigen Einer, deren ich viel' erdul-
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