Ivo A. Augustinus Bekenntnisse.
ses mit den Reden des Manichaers, der von diesenSachen Vieles mit so weitläuftiger Schwatzhaftigkcitschrieb: und ich erkannte nicht die Begründung, wederder Sonnenwende, noch der Nachtgleiche, noch der Fin-sternisse, noch von etwas anderem, wie ichs aus denBüchern irdischer Weisheit erlernt hatte. Dort hießman mich glauben: und doch stimmt' es mit den durchZahlen und meine Augen begründeten Verhaltnissennicht überein, sondern war sehr davon verschieden.
Gefallt dir, Herr, Gott der Wahrheit, Der schon,der jener Dinge kundig ist? Unglücklich ist der Mensch,der jener allerkundig, deiner aber unkundig ist! Glück-selig aber der, welcher deiner kundig, obwohl jener un-kundig ist ! Der aber deiner und jener zugleich kundigist, ist nicht wegen des lctztern.glückseliger, sonderndcinethalben allein glückselig, wenn er dich erkennt,und wie Gott verherrlicht, und dir, dankt, und nichteitel wird in seinen Gedanken. Denn wie jener sichbesser befindet, der einen Baum zu besitzen weiß, undwegen dessen Gebrauches dir dankt, (obwohl er nichtweiß, wie viel' Ellen er hoch, oder wie groß seineAusbreitung sei) als der, welcher ihn mißt, und alleseine Zweige zahlt, doch nicht ihn besitzt, noch dessenSchöpfer erkennt und liebt: So wars thoriKt. zuzweifeln, daß ein trcuglaubiger Mensch, — dem dieganze Welt Reichthum ist, und der, gleichsam nichtshabend, Alles besitzt; dem, weil er dir anhangt, Allesunterthan ist, obwohl er nicht einmal den Nordsternkennt, — sich nicht weit besser besind', als der Aus-messer des Himmels, und der Zahler der Gestirn',