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Bekenntnisse
Entstehung
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98
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93 A. Augustinus Bekenntnisse.

und des Mondes Finsternisse, an welchem Tage, zuwelcher Stund', und in welcher Größe sie eintreffenwürden; und ihre Berechnung trog nicht, und es ge-schah, wie sie vorhersagten. Und sie schrieben festeRegeln darüber, die man anjetzo liest, und darausman vorhersagt, in welchem Jahre, welchem Monatedes Jahrs, an welchem Tage des Monats, und zuwelcher Stunde des Tags, und in wie weit Mondoder Sonne werden verfinstert werden: und es ge-schieht, wie man vorhersagt. Es wundern sich understaunen die Menschen, die solches nicht wissen; undes frohlocken Jen', und man erhebt sie, die es wissen.Und, durch gottlose Hoffart entweichend und sich ent-ziehend deinem Lichte, sagen sie für die Zukunft derSonne Versinstrung vorher, und ihre eigne in derGegenwart sehn sie nicht. Denn nicht mit Gottselig-keit forschen sie, woher sie den Verstand haben, durchden sie jenes erforschen. Und finden sie, daß Du eswarst, der sie schuf, so ergeben sie sich dir nicht, aufdaß du erhalten möchtest, was du schufst; und so wiesie sich selbst bildeten, sterben sie dir ab, und trotzendir mit ihrem Hochfahren, wie das Gevögel; und mitihrer Neugier, durchwandelnd die verborgensten Pfadedes Abgrunds, wie die Fische des Meers; und mitihren Sinnlichkeiten, wie das Vieh des Feldes, aufdaß du, o Gott, ein fressendes Feuer, ihre todten Sor-gen verzehrst, und sie unsterblich erquickest.

Aber sie kennen nicht den wahren Weg, deinWort, wodurch du jenes schufst, was sie zahlen, undsie selbst, welche zahlen, und den Sinn, womit sie