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Bekenntnisse
Entstehung
Seite
97
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Fünftes Buch.

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Reden will ich im Angesichte meines Gottes vonjenem neun und zwanzigsten Jahre meines Alters.Nach Karthago war ein gewisser manichäischer Bischofgekommen, mit Namen Faustus, ein großer Strick desTeufels; und viele verwickelten sich darin durch dieLockungen seiner süßen Rede, die auch Ich zwar liebte,aber doch unterschied von der Wahrheit jener Dinge,die zu erlernen ich begierig war: ich sah nicht darauf,in welchem Gefäße der Sprache, sondern Was zumBeHufe der Wissenschaft dieser bei jenen vielgenannteFaustus zur Speise mir vorsetzte. Denn vorher warmir schon der Ruf zu Ohren gekommen, daß er inallen angcschncn Wissenschaften höchst erfahren, undsehr geschickt in den freien Künsten wäre.

Und weil ich viele Schriften der Philosophen ge-lesen, und sie im Gedächtnisse behalten hatte; verglichich einiges davon mit jenen langen Fabeln der Ma-nichäcr: und der Wahrheit am gemäßcsten schien mirdas zu sein, was jene gesagt hatten, die bloß vermö-gend waren, die Natur des Geschaffenen zu erforschen,obwohl sie dessen Herrn nicht fanden. Denn du bistgroß, o Herr, und schaust auf die Demüthigen, undkennst die Stolzen von ferne. Du nahest nur denen,die zerschlagenes Herzens sind, und die Hoffärtigenfinden dich nicht, nicht wenn sie auch mit neugierigemScharfsinne die Sterne zählen und den Sand, unddie Bezirke der Gestirn' ausmesscn, und aufspüren ihreBahnen. Denn durch ihren Geist erforschen sie dies,und den Verstand, den du ihnen gabst: und Vielesfanden sie, und sagten viele Jahre vorher der Sonn'