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Bekenntnisse
Entstehung
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87
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Viertes Buch.

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Doch jener Redner war einer aus denen, dieich so liebte, daß ich ein solcher zu sein wünschte:und mich irrte der Stolz, und jeder Wind trieb michumher, und gar verborgen ward ich geleitet von dir.Und woher weiß ich, und woher bekenn' ich es dirmit Sicherheit, daß ich jenen mehr liebte wegen derLiebe der Lobenden, als wegen der Dinge selbst,weßhalb man ihn lobte? Weil ich, wenn dieselbenihn nicht gelobt, sondern getadelt, und tadelnd undverachtend dasselb' erzahlt hatten, nicht für ihn einge-nommen und nicht aufgereizt wäre. Und doch warendarum die Dinge nicht anders, und jener Mann selbstnicht anders, sondern bloß die Gesinnung der Erzah-lenden anders gewesen. Siehe, wie die schwache Seel'am Boden liegt, die noch nicht hangt an der Stan-digkeit der Wahrheit! Wie die Luft der Sprach' ausder Brust der Meinenden gehaucht wird, so treibt undwendet es sie, drangt sie hin und zurück, und verdun-kelt das Licht ihr; und sie sieht die Wahrheit nicht.Und siehe! sie ist vor uns.

Und etwas Großes schiens mir, wenn meine Red'und meine Studien jenem Manne bekannt würden;wie sein Beifall mich mehr anfeuern, so würde seinTadel mein Herz verwunden, das eitel war und ent-fernt von deiner Standigkeit. Und doch sah ich mitFreud' auf mein ihm zugeschriebenes Buch vom Schö-nen und Schicklichen, und bewunderte die Darstellungmeiner Bemerkungen ohne einen Lobenden. Aber denGrund dieses so wichtigen Theils deiner Schöpferkunstdurchschaut' ich noch nicht, Allmachtiger, der du allein