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Bekenntnisse
Entstehung
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75
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Viertes Buch.

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hatte nach einigen Tagen in meiner Abwesenheit neueFieberanfall', und starb.

Jammer verfinsterte mein Herz, und was ich sah,war todt. Und mein Vaterland war mir zur Last,und mein vaterliches Haus war mir ein unbegreiflichesElend. Und was ich mit ihm getheilt hatte, war mirohne ihn zu schrecklicher Plage geworden. Rings such-ten meine Augen ihn, und fanden ihn nicht; und ichhastete alles, weil ich ihn nirgend fand. Und nichtsmehr konnte mir sagen: sieh, er kommt! so wie beiseinem Leben, wann er abwesend war. Und ich warmir selbst ein Rathsel geworden, und fragte meine Seele,warum sie traurig war', und warum sie so sehr michverwirrte? Und nichts wußte sie mir zu antworten.Und sprach ich: hoff' auf Gott! so gehorchte sie nicht,und mit Recht, weil wahrer und besser der Mensch,der ihr so theuer und nun verloren war, als das Ge-bilde, worauf sie hoffen sollte. Nur das Weinenwar mir süß, und es war mir nun statt der Freudenmeines Geistes mit meinem Freunde.

Und jetzt, o Herr, ist jenes vorbei, und die Zeithat meine Wunden gelindert. Kann ich hören vondir, der du die Wahrheit bist, und meines HerzensOhr deinem Munde zuwenden, daß du mir sagest,warum Weinen Unglücklichen süß sei? Hast du, ob-wohl überall gegenwartig, weit von dir unser Elendgeworfen? Und du bleibst in dir: uns aber treibenErfahrungen umher: und dennoch, flehten wir nicht zudeinen Ohren, so bliebe nichts übrig von unsrer Hoff-nung. Woher also die süße Frucht aus der Bitterkeit