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Bekenntnisse
Entstehung
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Viertes Buch.

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mein gcliebtester Ncbridius, ein braver und sehr ein-sichtiger Jüngling, der alles das Deutungswesen ver-lachte, mich überreden, dies von mir zu werken, weilmir die Deuter glaubwürdiger als sie schienen, und ichnoch keinen einzigen sichern Beweis, wie ich ihn suchte,gefunden hatte, woraus unwidersprechlich mir erhellte,daß das, was sie Wahres aussagten, von ungefährund durch Zufall, und nicht durch die Kunst des Stern-deutens ausgesagt wäre.

In jenen Zeiten, wo ich zuerst begann, in meinerGeburtsstadt zu lehren, halt' ich durch die Gleichheitder Studien einen sehr theuren Freund erworben, mirgleichaltrig, und blühend, wie ich, in der Blüthe derJugend. Als Knabe war er mit mir aufgewachsen,und zur Schule gegangen, und mein Spielgenosse ge-wesen. Aber er war noch nicht so mein Freund, daßmans wahre Freundschaft nennen konnte. Denn esgiebt keine wahre, als wenn du sie knüpfest unterdenen, die dir anhangen mit einer Liebe, die ausge-gossen ist in unsrc Herzen durch deinen heiligen Geist,der uns gegeben ist. Aber süß war sie überdiemaßen,angefacht durch das Feuer gleicher Studien. Dennauch vom wahren Glauben, der in dem Jünglingenoch nicht fest und dauerhaft begründet war, hatt' ichihn abgewendet zu den abergläubischen schädlichenPossen, wegen welcher meine Mutter um mich jam-merte. Nun irrte mit mir dieser Mensch im Geist,und meine Seele konnte nicht sein ohne Ihn. Undsiehe! Du, hcrandrohend dem Rücken derer, die dichfliehn, Gott der Rache zugleich und Quell der Erbar-

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