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Bekenntnisse
Entstehung
Seite
62
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A. Augustinus Bekenntnisse.

Dies sind die Hauptverbrechen, hervorsprossendaus der Begier zu herrschen, zu schauen und zu em-pfinden, entweder aus einer, oder aus zweien oderallen dreien zugleich. Und bös' ist es, zu leben gegendrei und sieben, den Psalter von zehn Saiten, deinezehn Gebote, höchster und lieblichster Gott!

Aber welche Schandthat wider dich, den nichtsbemakelt? Oder welches Verbrechen gegen dich, demnichts schaden kann? Aber das rächst du, was dieMenschen wider sich begehen, indem, wann sie gegendich sündigen, sie Böses zugleich ihrer Seele thun,und ihre Bosheit sich selbst belügt, entweder verder-bend und umkehrend ihre Natur, die du schufst undordnetest, oder Verliehenes unmaßig gebrauchend, odernach Nichtverlihenem strebend zu unnatürlichem Ge-brauche. Oder sie sind schuldvoll, wüthend gegen dichmit Gemüth und Wort, und sich sträubend gegen denStachel, oder indem sie, die Gränzen der menschlichenGesellschaft überschreitend, frech sich erfreun in beson-dern Vereinigungen oder Trennungen, nachdem esgefällt oder mißfällt.

Und so geschieht es, wenn man dich verläßt, Quelldes Lebens, einziger und wahrer Schöpfer und Lenkerdes Gesammten, und mit heimischem Stolz einzelnesfalsches liebt! Voll demüthigcr Frömmigkeit nur kehrtman deßhalb zu dir zurück, und du befreist uns vonböser Gewohnheit, und gnädig bist du bekennendenSündern, und erhörst das Seufzen der Gefesselten,und lösest die Bande, die wir uns selbst anlegten,wenn wir nicht mehr gegen dich erheben die Hörner